
Die Deutsche Alpenstraße gehört zu den ältesten Ferienstraßen Deutschlands. Im Jahre 2002 feierte sie bereits ihr 75-jähriges Bestehen. Auf rund 450 Kilometern über kurvenreichen Straßen führt die Straße von Lindau am Bodensee bis nach Berchtesgaden am Königssee.
Die Ferienstraße Solmser Straße verläuft auf rund 240 Kilometern durch Mittelhessen und führt durch landschaftlich reizvolle Orte zwischen Braunfels und Kronberg im Taunus. Wo einst Solmser Fürsten und Grafen residierten, erwartet die Besucher heute eine aufregende Reise durch die Jahrhunderte längst vergangener Zeiten.

Die Hohenzollernstraße ist eine rund 300 Kilometer lange Ferienroute im südlichen Baden-Württemberg zwischen der Schwäbischen Alb und dem Bodensee. Das Gebiet der heutigen Ferienstraße umfasst das frühere Land „Hohenzollern“, das heute den Landkreisen Zollernalb und Sigmaringen entspricht.
Schloss Neuschwanstein

Ursprünglich befand sich an der Stelle, wo mit dem Bau des heutigen Schlosses im Jahre 1869 begonnen wurde, die Ruinen der Burgen Vorder- und Hinterhohenschwangau, die komplett entfernt wurden. Im Jahre 1868 schrieb König Ludwig II an seinen väterlichen Freund, den Komponisten Richard Wagner, dass er ein Schloss im echten Stil einer deutschen Ritterburg bauen wolle. Als der König im Jahre 1886 verstarb, war keineswegs das komplette Schloss fertiggestellt, er selbst wohnte nach einer 17-jährigen Bauzeit lediglich 170 Tage in dem Schloss. Ludwig II wollte Schloss Neuschwanstein ursprünglich niemals der Öffentlichkeit zugänglich machen, lieber wollte er es zerstört wissen. Bereits sechs Wochen nach seinem Tod wurden die Tore für Besucher geöffnet und die restlichen Bauarbeiten zu Ende geführt. Heute zählt das Schloss in der Hochsaison täglich bis zu 5000 Besucher. Anfangs durften sich die Besucher frei im Schloss bewegen, was zur Folge hatte, dass aufwendig geschnitzte Möbel abnutzten, da jeder einmal auf den königlichen Stühlen sitzen wollte. Um einen weiteren Verschleiß zu vermeiden, sind heute nur noch Besichtigungen im Rahmen einer rund halbstündigen Führung möglich.
Zu den imposantesten Räumen im Schloss gehört der Thronsaal, der eher wie ein byzantinischer Kirchenraum wirkt. Für repräsentative Empfänge wollte Ludwig II den Saal nicht nutzen, sondern eher als Ort seiner Phantasie. Der Thronsaal wurde mit kostbaren Steinen, Mosaiken und Wandgemälden ausgestattet. Das Mittelalter war in Neuschwanstein jedoch nur eine Illusion, hinter dem altertümlichen Aussehen verstecken sich höchster Komfort und modernste Techniken, wie beispielsweise ein Aufzug für die Speisen oder eine elektrische Rufanlage für seine Angestellten. Die Räume wurden bereits mit einer Heißluft-Zentralheizung beheizt, in allen Räumen stand fließendes Wasser zur Verfügung. Selbst die Toilette wurde mit einer automatischen Spülanlage versehen. Bis in das vierte Obergeschoss wurden Telefonanschlüsse installiert. Legendär ist auch das Schlafzimmer des Königs, das im gotischen Stil ausgestaltet wurde. Insgesamt 14 Schnitzer arbeiteten vier Jahre lang an den ausgefallen, verzierten Eichenholzschnitzereien. Die Wandgemälde im Schlafgemach zeigen Szenen aus dem Epos „Tristan und Isolde“. Aus den Räumen des Schlosses kann man eine grandiose Aussicht auf die steilen Felswände des Gebirges, sowie das weite Land genießen.
Einen imposanten Anblick auf das Schloss kann man von der Marienbrücke genießen. Im Jahre 1845 ließ Ludwig II einen Reitersteg über die Pöllatschlucht bauen, der jedoch bereits wenige Jahre später erneuert werden musste. Im Jahre 1866 ließ der König eine filigrane Eisenbrücke über die Schlucht bauen. In neunzig Metern Höhe über dem Pöllatfall, bietet sich dem Besucher eine phantastische Aussicht über die Schlucht und auf das Schloss. Wer nach einer ausgiebigen Besichtigungstour des Neuschwansteiner Schlosses und des Umlandes noch nicht genug hat, sollte sich unbedingt auch das Schloss Hohenschwangau ansehen, das in unmittelbarer, sichtbarer Nähe liegt.









