Fuerteventura
Die Kanarische Insel Fuerteventura ist nach Teneriffa die zweitgrößte Insel des Archipels. Sie liegt zwischen dem südwestlichen Gran Canaria und dem nordöstlichen Lanzarote im Atlantischen Ozean. Auf einer Fläche von 1660 Quadratkilometern leben nur rund 94.386 Menschen, somit ist sie im Vergleich zu den anderen größeren Inseln nur recht dünn besiedelt. Im Stadtkern der Hauptstadt Puerto del Rosario leben allein 25.500 Einwohner.
 
Rom – Spannender Kulturtrip durch die „Ewige Stadt“
Rom – Italiens Hauptstadt und Sitz des Vatikan – stellt sich nicht nur für fromme Katholiken und Papstanhänger als interessantes Reiseziel dar. Mit seinem umfangreichen kulturellen Angebot und dem mediterranen Flair ist die „Ewige Stadt“ ein Erlebnis für Kulturinteressierte, aber auch für Reisende, die einfach nur einmal die südländische Atmosphäre dieser faszinierenden Stadt spüren möchten.
 
Die Kanarischen Inseln
Die Inselgruppe der Kanarischen Inseln liegt im Atlantischen Ozean westlich von Marokko. Diese geographische Region wird auch als Makaronesien bezeichnet, zu der auch die Kapverden, die Azoren, Madeira und Ilhas Selvagens gehören. Politisch gehören die Kanarischen Inseln zu Spanien, wegen seiner Nähe zu Marokko gehören sie geographisch eindeutig zu Afrika. Zwischen den Kanaren und dem spanischen Festland liegen zwischen 1028 und 1483 Kilometer.
 
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Der Stierkampf- zwischen Tradition und Tierquälerei

Spanien zählt schon seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen. Sonne, Strand, Meer, gastfreundliche Menschen und die gute spanische Küche, locken jedes Jahr einige Millionen Touristen ins Land. Die Spanier sind für ihre traditionellen Feste weltweit bekannt, leider sind viele dieser Veranstaltungen mit erheblicher Tierquälerei verbunden, wie zum Beispiel der Stierkampf.

Die Geschichte des spanischen Stierkampfes hat eine lange Geschichte, die zurück in das achtzehnte Jahrhundert führt. Bereits 1749 wurde die erste Stierkampfarena gebaut. Im Jahre 1796 wurden in der Schrift eines Matadors die Regeln für einen Stierkampf verfasst, nach denen die heutigen Kämpfe im Wesentlichen durchgeführt werden. Die Hauptfigur eines Stierkampfes ist der Matador, der Stiertöter. Zu Beginn der Veranstaltung zieht er mit den Lanzenreitern (Picadores) und den Helfern mit geschmückten Stechlanzen (Banderilleros) in die Arena, um sich dem Publikum zu präsentieren. Der eigentliche Stierkampf besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil reizt der Matador den Stier mit einem farbigen Tuch, dessen Farbe prinzipiell egal ist, denn Stiere sind farbenblind. Sie nehmen lediglich die Bewegung des Tuches wahr. Gemeinsam mit dem Matador sind zwei Lanzenreiter in der Arena, die den Stier mit ihren Lanzen im Nackenbereich verletzen. Durch die verwundete Schulter- und Nackenmuskulatur wird der Stier gezwungen, den Kopf abzusenken, dadurch wird dem Matador später das Töten des Stieres erleichtert. Im zweiten Teil treten die Banderilleros auf, die dem Stier drei Paare langer Spieße, die mit bunten Bändern versehen sind, in den Rücken stechen, so dass sie hängen bleiben. Der dritte Teil des Kampfes ist auch der wichtigste, der Matador ist nun mit dem Stier alleine in der Arena. Er ist mit einem roten Tuch und einem Degen ausgerüstet. Da der Stier zu diesem Zeitpunkt meist schon schwer verletzt ist, schreit er oftmals vor Schmerzen. Der letzte Teil des Kampfes sollte nicht länger als acht Minuten dauern. Am Ende sticht der Matador mit seinem Degen tief in den Nacken des Stieres und versucht, das Tier in die Knie zu zwingen. Nur so kann der Matador mit dem Degen zwischen den Schulterblättern hinab stechen, um das Herz des Tieres zu erreichen. Durch diesen Stoß wird der Stier meist nicht sofort getötet. Ein Helfer eilt herbei, um den Stier mit einem Dolchstoß zu töten. Sollte dies nicht auf Anhieb gelingen, wird das von den Zuschauern als Schande betrachtet. Oftmals wird für den Matador als Trophäe ein oder beide Ohren oder beide Ohren und der Schwanz abgeschnitten. Hat sich ein Stier als besonders ausdauernd und angriffslustig erwiesen, wird er geehrt, indem er von Pferden im großen Bogen durch die Arena geschleift wird. Noch vor einigen Jahren wurde das Fleisch des Stieres nach dem Kampf verkauft. Da das Töten des Stieres in der Arena jedoch nicht den EU-Richtlinien für Schlachtungen entspricht, darf das Fleisch heute nicht mehr verzehrt werden.

Für viele Menschen stellt der Stierkampf eine unnötige und grausame Tierquälerei dar. Damit der Stier nicht an die Anwesenheit der Menschen gewöhnt wird, sorgen die Halter schon während der Aufzucht dafür, dass die Tiere so wenig Kontakt wie nur möglich zu Menschen haben. Um die Tiere aggressiv und angriffslustig zu machen, werden sie mehrere Tage vor dem großen Auftritt im Dunkeln eingesperrt. Auch das Abschneiden von Ohren und Schwanz ist sehr umstritten, da sich niemand davon vergewissert, dass der Stier auch wirklich tot ist. Über die schmerzhaften Dolchstöße, die dem Tier beim Kampf zugeführt werden, braucht kein Wort verloren zu werden. Schon seit vielen Jahren verlangen Tierschützer, die grausamen Stierkämpfe abzuschaffen. Die Befürworter des Stierkampfes argumentieren jedoch dahingehend, dass die Tiere nur für die Zeit des Kampfes leiden müssten, aber ihr ganzes Leben in Freiheit leben würden. Ein weiteres Argument für die Beibehaltung des Stierkampfes ist für die Spanier, dass sie ihre Kultur bewahren wollen. Laut Umfragen aus dem Jahre 2006 interessieren sich jedoch 72% der Bevölkerung überhaupt nicht für Stierkämpfe. Das Interesse hat besonders bei den jüngeren Generationen nachgelassen. Umso erschreckender ist, dass nur 14% aller Spanier Stierkämpfe besuchen. Die meisten Besucher sind Touristen, die eine typisch spanische Urlaubsattraktion erleben möchten.

Die Gegner des Stierkampfes haben mittlerweile einiges erreicht. So werden ab 2008 in der katalanischen Hauptstadt Barcelona keine Stierkämpfe mehr stattfinden.

Auch auf den Kanarischen Inseln sind Stierkämpfe schon seit Jahren verboten. Auf Gran Canaria finden lediglich Stierkampf-Shows statt, bei denen der Stier weder verletzt, noch getötet wird. Es bleibt zu hoffen, dass weitere spanische Städte dem kanarischen Vorbild folgen.

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