Die Kanarischen Inseln
Die Inselgruppe der Kanarischen Inseln liegt im Atlantischen Ozean westlich von Marokko. Diese geographische Region wird auch als Makaronesien bezeichnet, zu der auch die Kapverden, die Azoren, Madeira und Ilhas Selvagens gehören. Politisch gehören die Kanarischen Inseln zu Spanien, wegen seiner Nähe zu Marokko gehören sie geographisch eindeutig zu Afrika. Zwischen den Kanaren und dem spanischen Festland liegen zwischen 1028 und 1483 Kilometer.
 
La Gomera
La Gomera ist mit einer Fläche von 369 Quadratkilometern die zweitkleinste Insel der Kanaren. Die Inselgruppe der insgesamt sieben großen Kanarischen Inseln liegt rund eintausend Kilometer südlich vom spanischen Festland im Atlantischen Ozean. Im Osten liegt die Nachbarinsel Teneriffa, im Nordwesten La Palma und im Südwesten die kleinste Insel El Hierro.
 
Fuerteventura
Die Kanarische Insel Fuerteventura ist nach Teneriffa die zweitgrößte Insel des Archipels. Sie liegt zwischen dem südwestlichen Gran Canaria und dem nordöstlichen Lanzarote im Atlantischen Ozean. Auf einer Fläche von 1660 Quadratkilometern leben nur rund 94.386 Menschen, somit ist sie im Vergleich zu den anderen größeren Inseln nur recht dünn besiedelt. Im Stadtkern der Hauptstadt Puerto del Rosario leben allein 25.500 Einwohner.
 
Startseite »  Reiseziele »  Spanien »  Kanarische Inseln »  Lanzarote
 

Lanzarote

Die Kanarische Insel Lanzarote liegt im Atlantischen Ozean rund 140 Kilometer von der marokkanischen Küste entfernt. Bis zur Südspitze des spanischen Festlandes sind es rund eintausend Kilometer. Politisch gehört Lanzarote wie auch die anderen Kanarischen Inseln zu Spanien.

Geographisch gehört das Archipel jedoch zu Afrika. Zur 845 Quadratkilometer großen Insel gehören auch die kleine, bewohnte Insel La Graciosa sowie die unbewohnten Inseln Montana Clara, Alegranza, Roque del Oste und Roque des Este.

Von den lediglich 130.000 Einwohnern der Insel leben etwa 54.000 Menschen in der Hauptstadt Arrecife. Auf Lanzarote herrscht ein trockenes, arides Klima mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur zwischen 20° und 25°C. Selbst im Hochsommer lassen sich höhere Temperaturen aufgrund des ständig wehenden Passatwindes gut ertragen.

Das ganze Jahr über kann im Atlantik gebadet werden. Nicht umsonst besuchen jedes Jahr rund 13 Millionen Touristen die Insel. Ein Großteil kommt aus Nordeuropa, um dem schlechten Wetter zu entfliehen.

Lanzarote ist die nordöstlichste Insel der vulkanischen Inselgruppe und liegt rund elf Kilometer nördlich von Fuerteventura. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt knapp sechzig Kilometer, von West nach Ost sind es nur 34 Kilometer.

Lanzarote verfügt über einen über 200 Kilometer langen Küstenstreifen, allerdings setzten sich nur knapp dreißig Kilometer aus feinen Sand- oder Kiesstränden zusammen. Der restliche Teil besteht aus einer steilen Felsküste, die zum Teil einige hundert Meter hinabfällt. Das Landschaftsbild der Insel wird durch seine vulkanische Hügellandschaft mit markanten Vulkankegeln geprägt.

Im Norden liegt der Gebirgszug des Famara-Massivs mit dem höchsten Gipfel, dem 671 Meter hohen Penas del Chache. Im Süden befindet sich der Gebirgszug Los Ajaches mit einer Höhe von 608 Metern. Im Süden des Famara-Massivs liegt El Jable, eine Sandwüste, die das Gebirge von den vulkanischen Feuerbergen des Timanfaya-Nationalparks trennt. Die letzten schweren Vulkanausbrüche fanden in den Jahren 1730 bis 1736 sowie 1824 statt. An keinem Platz der Erde hat man die Möglichkeit, einem Vulkangebiet näher zu kommen als im Timanfaya-Nationalpark. Die Vulkanberge erstrahlen bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen in allen erdenklichen Farben zwischen tiefrot und schwarz.

An der nordwestlichen Seite befindet sich eine steile Felsküste, an der einige wunderschöne Aussichtspunkte errichtet wurden. Der Bekannteste ist der „Mirador del Rio“, der nördlichste Aussichtspunkt, der von dem lazerotenischen Künstler César Manrique kreiert wurde.

Der Westen der Insel gehört zum fruchtbarsten und grünsten Teil Lanzarotes, da es hier häufiger regnet, als in den anderen Gebieten.

Im Gegensatz zu den Nachbarinseln Gran Canaria und Teneriffa blieb Lanzarote vom Massentrourismus verschont. Riesige Bettenburgen wird man hier glücklicher Weise vergeblich suchen. Diesen Zustand hat die lanzerotenische Bevölkerung dem Künstler und Umweltschützer César Manrique zu verdanken, der sich dafür einsetzte, dass auf den Bau von mehr als zweistöckigen Gebäuden verzichtet wurde.

Die bekanntesten Urlaubsorte Playa Blanca, Puerto del Carmen und Costa Teguise befinden sich im Süden und Südosten der Insel. Während der Hochsaison in den Wintermonaten kann es in diesen Orten recht turbulent zugehen. Wer in Ruhe seine freien Tage geniessen möchte, kann im Fischerdorf Arrieta oder in Haria, im Dorf der tausend Palmen, eine Unterkunft finden.

Trackback-URL: http://www.travelindex4u.com/index.php?p=articles&do=trackback&sid=122