Die Kanarischen Inseln
Die Inselgruppe der Kanarischen Inseln liegt im Atlantischen Ozean westlich von Marokko. Diese geographische Region wird auch als Makaronesien bezeichnet, zu der auch die Kapverden, die Azoren, Madeira und Ilhas Selvagens gehören. Politisch gehören die Kanarischen Inseln zu Spanien, wegen seiner Nähe zu Marokko gehören sie geographisch eindeutig zu Afrika. Zwischen den Kanaren und dem spanischen Festland liegen zwischen 1028 und 1483 Kilometer.
 
La Gomera
La Gomera ist mit einer Fläche von 369 Quadratkilometern die zweitkleinste Insel der Kanaren. Die Inselgruppe der insgesamt sieben großen Kanarischen Inseln liegt rund eintausend Kilometer südlich vom spanischen Festland im Atlantischen Ozean. Im Osten liegt die Nachbarinsel Teneriffa, im Nordwesten La Palma und im Südwesten die kleinste Insel El Hierro.
 
La Palma
Die nordwestlichste der sieben großen Kanarischen Inseln liegt im Atlantischen Ozean rund sechzig Kilometer von der Nachbarinsel Teneriffa entfernt. Bis zur südmarokkanischen Küste sind es etwa 400 Kilometer. Die Insel ist 708 Quadratmeter groß, was einer Nord-Süd-Ausdehnung von 42 Kilometern und einer Ost-West-Ausdehnung von 28 Kilometern entspricht.
 
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El Hierro

Die westlichste Kanarische Insel El Hierro ist mit 268 Quadratkilometern die kleinste Insel des Archipels. Auf der vulkanischen Insel leben nur rund 10.000 Menschen, von denen etwa 1600 in der Hauptstadt Valverde leben. Aufgrund der niedrigen Bevölkerungszahl konnte sich Valverde seinen dörflichen Charakter bewahren.

Geographisch gehört El Hierro ebenfalls wie die anderen Kanareninseln zu Afrika. Politisch gehört sie jedoch zu Spanien, obwohl das spanische Festland 1458 Kilometer entfernt ist.

Auch El Hierro ist vulkanischen Ursprungs und mit 1,12 Millionen Jahren ist sie die jüngste Insel. Der letzte Vulkanausbruch, dem ein Erdbeben folgte, fand im Jahre 1793 am Lomo Negro bei Playa Verodal statt. El Hierro ist die ursprünglichste der Kanarischen Insel. Im Gegensatz zu den großen Nachbarinseln Teneriffa und Gran Canaria gibt es auf El Hierro keine größeren Touristenorte. Von der typischen Partystimmung der Touristenhochburgen ist auf der Insel nichts zu spüren. Deshalb wird El Hierro auch nicht von Touristen überrannt und von Massentourismus kann keine Rede sein.

Beständige Jahrestemperaturen um die 20°C und Wassertemperaturen zwischen 18° und 20°C bescheren den wenigen Urlaubern einen angenehmen Aufenthalt. Die Anzahl der Hotelbetten soll in Zukunft auf höchstens 2000 weiter ausgebaut werden. Für einen Familien- oder Strandurlaub ist El Hierro weniger geeignet, da es kaum Badestrände an der Küste gibt. Der einzige, etwa einhundert Meter lange Badestrand, liegt an der Westküste in Playa del Verodal. Allerdings herrscht hier eine beachtliche Brandung, so dass das Baden besser sehr geübten Schwimmern vorbehalten ist. Zusätzlich wurden im Nordwesten einige Meerwasserschwimmbecken errichtet, die durch kleine Mauern vor der Brandung schützen.

Trotz der geringen Fläche der Insel findet sich ein ausgesprochen abwechslungsreiches Landschaftsbild. Einerseits gibt es bis zu 1500 Meter hohe Berge in einer kargen vulkanischen Landschaft. Andererseits findet sich ein sehr fruchtbares Hochland, das landwirtschaftlich genutzt wird. Grüne Weideländer wechseln sich mit Bananen- und Ananasplantagen ab. Da sich der Passatnebel in den Bergen staut, wird immer für genügend Feuchtigkeit gesorgt.

Noch bis vor wenigen Jahren war das Straßennetz auf El Hierro kaum ausgebaut. Mittlerweile wurde durch einen weiteren Ausbau dafür gesorgt, dass die wichtigsten Orte leicht zu erreichen sind.

Wie alle anderen Kanarischen Inseln verfügt El Hierro über einen kleinen Inselflughafen, der mit kleinen Maschinen von den großen Flughäfen von Teneriffa und Gran Canaria angeflogen wird.

Da El Hierro zu den grünsten Insel des Kanarischen Archipels gehört, kommen hauptsächlich Wanderer hierher, um die Natur und Ruhe zu geniessen.

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