
Die Inselgruppe der Kanarischen Inseln liegt im Atlantischen Ozean westlich von Marokko. Diese geographische Region wird auch als Makaronesien bezeichnet, zu der auch die Kapverden, die Azoren, Madeira und Ilhas Selvagens gehören. Politisch gehören die Kanarischen Inseln zu Spanien, wegen seiner Nähe zu Marokko gehören sie geographisch eindeutig zu Afrika. Zwischen den Kanaren und dem spanischen Festland liegen zwischen 1028 und 1483 Kilometer.

Die Kanarische Insel Lanzarote liegt im Atlantischen Ozean rund 140 Kilometer von der marokkanischen Küste entfernt. Bis zur Südspitze des spanischen Festlandes sind es rund eintausend Kilometer. Politisch gehört Lanzarote wie auch die anderen Kanarischen Inseln zu Spanien.

Die westlichste Kanarische Insel El Hierro ist mit 268 Quadratkilometern die kleinste Insel des Archipels. Auf der vulkanischen Insel leben nur rund 10.000 Menschen, von denen etwa 1600 in der Hauptstadt Valverde leben. Aufgrund der niedrigen Bevölkerungszahl konnte sich Valverde seinen dörflichen Charakter bewahren.
La Gomera

Geographisch gesehen gehört La Gomera zum nahe gelegenen Afrika, politisch gehört die gesamte Inselgruppe jedoch zu Spanien. La Gomera ist wegen seines milden, ganzjährigen Klimas der optimale Urlaubsort für Nordeuropäer, die dem kalten Winter entfliehen wollen. Selbst im Winter herrschen Temperaturen von rund 20°C, in den Sommermonaten steigen die Temperaturen auf etwa 30°C. Das ganze Jahr über kann im Atlantik gebadet werden.
La Gomera unterscheidet sich grundlegend von den anderen Inseln des Archipels.
Besonders Gran Canaria und Teneriffa sind dafür bekannt, dass im Süden der Inseln riesige Bettenburgen errichtet wurden, die seit etwa dreißig Jahren Massentourismus betreiben. Derartig riesige Touristenzentren wird man auf La Gomera glücklicher Weise vergeblich suchen. Außerdem ist La Gomera nicht die typische Bade-Insel. Ebenso wie La Palma kommen meist Wanderfreunde auf die Insel, die sich vom Trubel der Touristenorte fern halten und statt dessen die phantastische Natur genießen wollen.
La Gomera entstand vor rund zwölf Millionen Jahren und ist wie auch die anderen Inseln vulkanischen Ursprungs. Die Insel gehört zu den grünsten Inseln des Archipels. Besonders der Norden besticht ab fünfhundert Metern über grüne Farn-Gewächse sowie riesige Lorbeer-Wälder. In der Inselmitte liegt der Nationalpark „Garajonay“ mit zahlreichen Vulkanschloten und hohen Vulkanbergen. Der Nationalpark nimmt etwa 10% der Inselfläche ein und wurde 1986 zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt.
Die höchste Erhebung inmitten des Parks ist der 1487 Meter hohe Garajonay. Unzählige Wanderwege führen durch den Nationalpark, der über einen unglaublichen Nebelwald verfügt. Bis zu zwei Meter hohe Farne wachsen zwischen moosbewachsenen, knorrigen Bäumen. Ebenfalls sind kleine Bäche und Wasserfälle zu sehen, die für die Kanaren recht ungewöhnlich sind. Im Westen der Insel finden sich wilde Berglandschaften mit wuchtigen Felsmassiven. Zahlreiche Dattelpalmen prägen das Landschaftsbild. Im Inselnorden beeindrucken weite, grüne Täler die Besucher. Auch diese Gegend eignet sich hervorragend zu Wandern. Aufgrund des hervorragenden Klimas sieht man hier zahlreiche, große Bananen-Plantagen. Der Süden gehört zu den wärmsten und sonnenreichsten Regionen von La Gomera. Tiefe Schluchten umgeben den bekanntesten Urlaubsort Playa Santiago.
Im Osten liegt umgeben von zerklüfteten Berghängen die Inselhauptstadt San Sebastian de la Gomera mit knapp 7000 Einwohnern. Außerhalb der Stadt finden sich kleine und verstreute Dörfer, in denen es sehr ruhig zugeht. Wer einmal auf La Gomera seinen Urlaub verbracht hat, wird immer wieder gerne zurück kommen. Aufgrund der Vielseitigkeit der Landschaft ist es geradezu unmöglich, innerhalb weniger Tage die gesamte Insel zu erkunden.









