
Sonne, Strand, Meer und jede Menge frische Luft. Um all das zu erleben, muss man nicht in einen Flieger steigen und einen stundenlangen Flug auf sich nehmen. Die Nordsee liegt gleich vor unserer Tür!

Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer wurde im Jahre 1990 gegründet und im Jahre 2001 nochmals auf eine Gesamtfläche von 13.750 Quadratmetern erweitert. Der Park ist dennoch der kleinste der Wattenmeer-Nationalparke. Auch die bewohnte Insel Neuwerk und die beiden unbewohnten Dünen-Inseln Scharhörn und Nigehörn werden von dem Schutzgebiet umfasst. Alle drei Inseln gehören zur Freien- und Hansestadt Hamburg.

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde am ersten Oktober 1985 gegründet und ist mit 4410 Quadratkilometern der größte Nationalpark Deutschlands. Der Park umfasst das gesamte Küstengebiet Schleswig-Holsteins von der Elbmündung im Süden bis zur dänischen Grenze im Norden. Ausgenommen sind die Nordfriesischen Inseln sowie die großen Halligen.
Niedersächsisches Wattenmeer

Ebbe und Flut sind an der Nordseeküste ein wahres Naturschauspiel. Wenn Sie mühsam den Deich hochgeklettert sind, um sich hinterher in die kühle Nordsee zu stürzen, seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie kein Wasser vorfinden. Da sich Ebbe und Flut an der Nordseeküste zweimal täglich im sechs-Stunden-Rhythmus abwechseln, ist die Möglichkeit groß, dass Sie plötzlich im Watt stehen. Bei Ebbe sehen Sie kilometerweit nur das Watt, das allerdings durch so genannte Priele durchzogen wird. Diese Priele sind natürliche Wasserläufe, die an verschiedenen Stellen schon einmal einen Meter tief und einige Meter breit sein können.
Doch das Watt hat einen ganz besonderen Reiz. Wattwanderungen sind an der gesamten Nordseeküste möglich. Allerdings sollten Sie vorsichtig sein, denn die Wahrscheinlichkeit, sich im Watt zu verlaufen, ist groß. Beim Herannahen der Flut können Sie leicht die Orientierung verlieren. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie an einer geführten Wattwanderung mit einem Wattführer teilnehmen. Während einer Wanderung werden Ihnen interessante Informationen über den Nationalpark, sowie der Tier- und Pflanzenwelt, vermittelt. Neben dem Tropischen Regenwald ist das Wattenmeer das zweitproduktivste Ökosystem, mehr als 4000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten haben sich in dem nahrungsreichen Lebensraum angesiedelt. Kinder haben ihre Freude beim Sammeln von Muscheln und können bei der Gelegenheit kleine Krebse und Schnecken beobachten. Auf den Sandbänken ruhen sich Seehunde aus, die aus der Entfernung beobachtet werden können.
Für den aktiven Wanderer eignen sich besonders geführte Wattwanderungen zu den ostfriesischen Inseln, die zwischen fünf und zehn Kilometer lang sind. Wanderungen nach Wangerooge und Juist sind allerdings verboten und nach Borkum besteht keine Wattverbindung. Achten Sie auf Ihre Füße, im Schlick liegen häufig Muschelsplitter, an denen Sie sich verletzen können. Stoffturnschuhe mit Socken bieten einen ausreichenden Schutz.
Wer sich lieber ausruhen möchte, kann dies in einem hübschen Strandkorb tun und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, die Körbe bieten einen angenehmen Schutz vor dem Wind.
Auch sind Fahrradtouren in der platten Landschaft ein absoluter Genuss. An den Deichen finden Sie markierte Fahrradwege, während der Fahrt können Sie die salzige Meeresluft schnuppern.
Besuchen Sie auch den Pilsumer Leuchtturm, der seit dem Film „Otto-der Ausserfriesische“, aus dem Jahre 1989, absoluten Kultstatus besitzt. Der Turm kann an bestimmten Tagen auch von innen besichtigt werden.









