
Nationalparks
Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde am ersten Oktober 1985 gegründet und ist mit 4410 Quadratkilometern der größte Nationalpark Deutschlands. Der Park umfasst das gesamte Küstengebiet Schleswig-Holsteins von der Elbmündung im Süden bis zur dänischen Grenze im Norden. Ausgenommen sind die Nordfriesischen Inseln sowie die großen Halligen.

Nationalparks
Niedersachsen verfügt über wahre Naturschätze, einer der Wertvollsten ist wohl das Wattenmeer. Das Niedersächsische Wattenmeer wurde 1986 unter Schutz gestellt. Neben dem Watt gehören auch die Salzwiesen, die Dünen, Sandbänke und Strände zum Nationalpark. Das Schutzgebiet zieht sich im Westen bis an die holländische Grenze und im Osten bis nach Cuxhaven. Auch die sieben ostfriesischen Inseln sind in den Nationalpark mit eingeschlossen.

Reiseziele
Sonne, Strand, Meer und jede Menge frische Luft. Um all das zu erleben, muss man nicht in einen Flieger steigen und einen stundenlangen Flug auf sich nehmen. Die Nordsee liegt gleich vor unserer Tür!
Hamburgisches Wattenmeer

Der Nationalpark ist in zwei Schutzzonen unterteilt, Gebiete der Zone 1 stehen unter besonderem Schutz. Deshalb sind auch Kutschfahrten und Wattwanderungen in diesem Gebiet nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt. Das wohl beliebteste Urlaubsziel des Nationalparks ist die Insel Neuwerk, auf der rund 40 Einwohner das ganze Jahr über leben.
Die kleine Insel wird jedes Jahr von 120.000 Urlaubern besucht, die selber wählen können, wie sie auf die Insel gelangen.
Es besteht bei Flut die Möglichkeit, mit dem Schiff an zu reisen. Bei Ebbe ist es ein besonderes Erlebnis, mit einem Wattwagen zur Insel zu gelangen. Den größten Reiz bietet allerdings eine Wattwanderung zur Insel, die von Cuxhaven aus gestartet werden kann. Für die dreizehn Kilometer lange Strecke braucht der geübte Wanderer ungefähr 2,5 Stunden. Im Interesse seiner eigenen Sicherheit sollte man diese Tour allerdings besser mit einem erfahrenen Wattführer unternehmen, da sich im Watt schon so manch einer verlaufen hat. Ein weiterer Vorteil einer geführten Wattwanderung ist, dass der Wattführer seinen Gästen umfassende Informationen über Flora und Fauna im Watt vermittelt.
Denn innerhalb des Nationalparks gibt es rund 20.000 verschiedene Tierarten, davon etwa 250, die ihren Lebensraum nur innerhalb der Salzwiesen des Wattenmeeres haben.
Mit etwas Glück lassen sich auch die scheuen Seehunde und Kegelrobben bei einem Sonnenbad auf einer Sandbank beobachten. Außerdem verbringen zwischen Juli und September etwa 180.000 Brandgänse ihre Mauserzeit im Wattenmeer. Während dieser Zeit ernähren sich die Zugvögel von den reich vorhandenen Wattschnecken.
Eine besondere Sehenswürdigkeit der Insel Neuwerk ist der alte Leuchtturm. Er wurde bereits im Jahre 1310 zum Schutz vor Seeräubern errichtet und ist das älteste Gebäude Hamburgs. Das im Jahre 1814 eingerichtete Leuchtfeuer ist bis heute noch funktionsfähig.
Die beiden unbewohnten Nachbarinseln Scharhörn und Nigehörn bilden ein Vogelschutzgebiet. Hier finden regelmäßige Vogelexkursionen statt. Auf Scharhörn steht nur ein einziges Haus, in dem jedes Jahr für einige Monate der Vogelwart lebt, um Vogelzählungen an Brut-, Wat- und Wasservögeln durchzuführen.