
Der Nationalpark Müritz liegt in Mecklenburg-Vorpommern auf halber Strecke zwischen Rostock und Berlin. Er wurde 1990 zum Nationalpark erklärt. Der insgesamt 318 Quadratkilometer große Park ist zu 65% von Wäldern und zu 12% von Seen bedeckt. Die restliche Fläche besteht aus Mooren, Wiesen und Weiden. Im Nationalpark finden Sie über 100 Seen mit klarem Wasser, die alle über 100 ha groß sind. Der östliche Teil der Müritz zeichnet sich aus durch Kiefernwälder und Moorgebiete.

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer wurde am ersten Oktober 1985 gegründet und ist mit 4410 Quadratkilometern der größte Nationalpark Deutschlands. Der Park umfasst das gesamte Küstengebiet Schleswig-Holsteins von der Elbmündung im Süden bis zur dänischen Grenze im Norden. Ausgenommen sind die Nordfriesischen Inseln sowie die großen Halligen.
Der Nationalpark Kellerwald-Edersee liegt im nördlichen Teil des Mittelgebirges Kellerwald in Hessen. Das 57,24 Quadratkilometer große Gebiet wurde im Jahre 2004 zum Nationalpark ausgewiesen.
Vorpommersche Boddenlandschaft

Das Schutzgebiet zählt zu den letzten noch intakten Großlandschaften in Europa.
Das Landschaftsbild wird geprägt durch Landzungen, Lagunen, Steilküsten, Wattflächen, Strandwälle, Moore, Dünen und bewachsene Naturstrände. An keinem anderen Ort liegen so viele verschiedene Landschaftsgebiete so dicht beieinander.
Als „Lagunen der Ostsee“ werden die Flachwasserzonen bezeichnet, die durch Inseln und Landzungen vom offenen Meer abgetrennt sind. Auch diese Flachwasserzonen, die über eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt verfügen, stehen im Park unter Schutz.
Die Boddenlandschaft gilt als reines Vogelparadies. Hier haben Seeschwalben, Enten, Gänse und Möwen ihre Brut- und Rastplätze. Zudem rasten zweimal jährlich bis zu 60.000 Kraniche für mehrere Wochen in diesem Gebiet. Unter den 163 Vogelarten, die im Park brüten, stehen allein 70 Arten auf der Liste der gefährdeten Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns.
Natürlich ist diese wunderschöne Landschaft besonders gut für ausgiebige Wandertouren geeignet. Der Darßwald ist das größte geschlossene Waldgebiet im Nationalpark, der auch als „Urwald von morgen“ bezeichnet wird. Hier fühlen sich Rehe, Wildschweine und Rothirsche wohl. In den abgestorbenen, hohlen Bäumen haben sich verschiedene Fledermausarten angesiedelt. An der Küste finden Sie zahlreiche Beobachtungspunkte, von denen Sie Wasservögel, Kraniche und Gänse beobachten können.
Durch das Gebiet des Parks werden Sie über Tafeln, Schaukästen und Wegweiser geleitet. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, an einer Führung der Nationalparkwacht teil zu nehmen. Erfahrene Ranger vermitteln Ihnen interessante Informationen über die heimische Tier- und Pflanzenwelt.
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